Bericht der Rentenkommission: Das Wichtigste aus Sicht der Fondsbranche

Shownotes

Wie viel Reform steckt in den Empfehlungen der Alterssicherungskommission? Darüber spricht Thomas Richter in der aktuellen Folge des Podcasts „Nachdenken“ mit Lina Todorova, Leiterin Altersvorsorgepolitik beim BVI. Im Fokus stehen die Empfehlungen der Alterssicherungskommission und die Frage, wie die geplante Kapitalrente den Weg von der politischen Idee in Gesetzgebung und Praxis finden kann. Außerdem geht es um Reformchancen in der betrieblichen Altersversorgung, die Zukunft der Frühstartrente und die Bedeutung staatlicher Fondsmodelle für die verschiedenen Säulen der Altersvorsorge.

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00:00:13: Herzlich willkommen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer zu unserer neuen Podcast-Folge.

00:00:18: Ich hatte eigentlich andere Themen auf der Agenda, aber es hat sich jetzt eines in den Vordergrund gedrängt des so aktuelles und das auch bei Ihnen auch so großes Interesse stößt dass ich mal wieder dazu übergegangen bin mit Lina Todorova zu sprechen.

00:00:33: Konkreter Anlass ist die Vorstellung des Berichts der Alterssicherungskommission in Berlin in dieser Woche Und das löst natürlich gerade auch in unserer Branche sehr, sehr viele Fragen auf.

00:00:45: Denn es geht diesmal nicht nur um die dritte Säule sondern ganz im Gegenteil vor allem und die erste und die zweite Säume der Altesvorsorge in Deutschland.

00:00:55: Lina, man kennt dich ja bereits ich muss sich jetzt unseren Zuhörern nicht mehr vorstellen für die die anderen Podcasts erstaunlicherweise noch nicht gehört haben.

00:01:04: Sie sind die leiteren Altersvorsorgepolitik in unserem Berliner Büro und ganz nah an den Dingen dran.

00:01:12: Fangen wir mal mit der Sicherungskommission oder umgangssprachlich Rentenkommission, wer war da eigentlich drin?

00:01:20: Wie hat sich die Kommission zusammengesetzt und wie lange hat sie getagt?

00:01:24: Hallo meinerseits ich freue mich wirklich sehr einmal wieder hier im Verkast dabei zu sein.

00:01:30: Die Zusammensetzung der Alterssicherungskommission ähnelt in gewissen Zügen die Zusammenseitung der Fokusgruppe, über die wir hier auch mehrfach gesprochen haben.

00:01:39: Und welche auch drin waren?

00:01:41: Genau und da fange ich auch mal mit einer Personale, die Sie ja auch persönlich kennen das ist Professor Konstanze Janda Vorsitzende der Altssicherungskommission.

00:01:50: sie war ja auch als Mitgliedin der Fokussruppe dabei und der andere Vorsitzender Dr.

00:01:56: Frank-Jürgen Weise bekannt als Vorstand der Bundessekretär für Arbeit.

00:02:01: Und dann hatten wir drei Abgeordneten auch an sich sehr, sehr prominent einmal für die CDU Pascal Rettig, Vorsitzender der jungen Gruppe in der CDU CSU-Fraktion, dann einiger Klose für die SPD und Dr.

00:02:15: Florian Dorn für die CSU.

00:02:19: Dann gab es auch acht Wissenschaftler – ich würde sie jetzt nicht namentlich alle aufzählen Aber eben eine starke Unterstützung aus der Wissenschaftswelt.

00:02:27: auch ähnlich für die Fokusgruppe damals aufgebaut war, damals eben sechs.

00:02:31: Jetzt nun mal in erhöhter Anzahl acht Vertreter der Wissenschaft mit dabei.

00:02:37: Ach!

00:02:37: Plus die beiden Vorsitzenden macht zehn plus die drei Abgeordneten macht dreizehn.

00:02:42: Die Fokus-Gruppe waren damals glaube ich neunzehn also ein bisschen kleiner.

00:02:47: und Pascal Rettig ist ja bekannt geworden als Rentenrebell als es in der CDU Widerstand gab, gegen das Abnicken der forty-fünfzig prozentigen Haltelinie in der ersten Säule.

00:02:59: Genau!

00:03:00: Deshalb umso spannender jetzt an welchen Empfehlungen er jetzt mitgearbeitet hat und was das mit sich bringt?

00:03:06: Ja dann legen wir mal los welche Empfehlung er hat in die Kommission ausgesprochen.

00:03:10: Für unsere Branche glaube ich am wichtigsten die Empfehung für Einführung einer kapital gedeckten Komponente in die Erste Säuler eine sogenannte gesetzliche Kapitale Rente.

00:03:20: Das soll ein eigenständiger Baustein in der gesetzlichen Rente werden, ab zwanzig-achtundzwanzig schrittweise eingeführt.

00:03:29: Vorgesehen sind hier zwei Prozent peritidisch finanziert von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und eben schrittweise eingefört also angefangen mit null Komma fünf Prozent bis hin zu zwei Prozent.

00:03:43: Darf ich da ganz kurz einsteigen?

00:03:44: Also wir haben im Moment einen Rentenbeitrag von achtzehn Komma sechs Prozent Und aus diesen achtzehn, sechs Prozent sollen in einigen Jahren zwanzig, sechs prozent werden.

00:03:57: Genau also der Beitrag wird im Laufe der Zeit ansteigen.

00:04:01: Paritätische

00:04:01: Finanzierung helftig durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

00:04:05: Genau genau.

00:04:07: Ein bisschen wie das schwedische Modell?

00:04:09: Ein bisschen wieder schwedischem Modell eine Forderung von BVI die wir sehr lange schon vortragen.

00:04:15: Hier ist ziemlich deutlich, es geht um zusätzliche Beiträge die dann in die Kapitaldeckung einzuzahlen sind.

00:04:22: Allerdings sehr positiv dass er von so einer großen Basis mitgetragen wurde und das da auch die SPD gut mitgegangen ist.

00:04:29: Ja das stimmt.

00:04:30: also Die Geschichte begann mit der Aktienrente Dann wurde ja aus der Aktianrente der FDP des Generationenkapital Der FDP Das ist.

00:04:40: damals sollte das Kapital werden von jährlich glaube ich

00:04:46: erst mal zehn, dann zwölf

00:04:47: und am Ende zwanzig genau.

00:04:49: Und die sollten aufgenommen werden durch Schulden.

00:04:52: Die Bundesrepublik Deutschland sollte Staatsanleihen begeben und damit sollte dann dieser Kapitalstock in der ersten Säule vergrößert werden.

00:05:02: Gut ist alles gescheitert!

00:05:04: Und jetzt kommt eben dieses Modell mit dem wie Sie sagen Kapitalrente genannten Weg.

00:05:11: Genau, es gehen einem die Namen nicht aus.

00:05:13: Aber genau eine kapitale Rente.

00:05:14: Ich glaube spannend ist auch hier die weiteren Parallelen zu Schweden zu sehen.

00:05:19: Die Beiträge sollen über die Arbeit Geber einbezogen werden.

00:05:23: Es sollen individuelle Konten eingerichtet werden, die nicht vererbbar sind...

00:05:29: Das bringt mich zur Frage wo wird das Geld angelegt?

00:05:32: In Schweden haben wir ja ca.

00:05:34: dreihundert private Fonds und den AP-Sieben-Saffa als Auffanglösung.

00:05:40: Der AP-Sieben Saffa hat so ungefähr einen Marktanteil von fünfzig Prozent, der Rest verteilt sich auf die privaten Anbieter.

00:05:47: Die Fonds dort unterliegen einem strengen Zulassungsprozess.

00:05:51: auch die Kosten werden von dieser Auswahlbehörde gedeckelt.

00:05:55: Die Zahl der Anbiete und die Zahl der Fonds war früher mal viel größer, die Schweden bemühen sich jetzt die Zeit zu verringern.

00:06:01: ist es ähnlich in diesem Bericht der Rentenkommission angedacht?

00:06:04: oder wer soll da die Auffanglösung darstellen?

00:06:07: Und sind vor allem auch private zugelassen?

00:06:10: Sehr, sehr ähnlich erlaubt Bericht.

00:06:12: soll hier ein öffentlicher Fonds eingerichtet werden.

00:06:14: Hier wird auch der Kennfond nochmal bemüht.

00:06:17: Wer nicht in diesen öffentlichen Fonds einzahlen will soll die Möglichkeit haben aus einer begrenzten Anzahl zertifizierter Fonds anderer Anbieter wählen können?

00:06:27: Ja das klingt alles sehr nach Schweden Auch die Tatsache dass es nicht vererblich ist.

00:06:32: also das ist alles sehr, sehr schwedisch Auch das Bemühnen die Zahl der private Anbiete nicht so groß werden zu lassen und auch die Kosten niedrig zu halten.

00:06:41: Ich habe das gelesen von maximal zehn Basispunkten für den Staatsfonds.

00:06:46: Interessantes hier ist damit nur die Kapitalanlage gemeint, kann ja eigentlich nur in der Kapital-Anlage gemein sein an die Verwaltung derer weil wenn man anfängt mit Einrichtung von individuellen Konten mit der Organisation einer Auszahlphase, die mit einer lebenslangen Auszahlung dann zur Ende geht Und alle weiteren Komponenten, die noch vorgesehen sind, kann man bei zehn Basispunkten auf gar keinen Fall bleiben.

00:07:12: Es ist interessant dass der Bericht jetzt hier nur diese eine Zahl, die ohnehin im politischen Raum kursiert auch nochmal erwähnt.

00:07:19: Ohne jetzt Kostenprognosen für den Recht zu machen in Schweden ist das System auch sehr effektiv.

00:07:26: Auch die Kontverwaltung kann sich sehr effektiv.

00:07:28: es hat aber lange gedauert und das war sehr viel teurer das ganze einzurichten und das muss in der Debatte auch eine Rolle spielen.

00:07:35: Ich nehme aber an, dass das sich mit einer Konkretisierung des Vorschlags ohne Energie ergeben wird.

00:07:40: Wir werden auf jeden Fall nochmal sehr genau darauf

00:07:43: achten.".

00:07:44: Das ist genauso wie Sie sagen diese Nullkommar ein Prozent.

00:07:47: Das sind die Kosten, die der KENFO verlangen würde für das reine Assetmanagement.

00:07:53: Aber das ist ja nicht alles!

00:07:55: Die ganze Diskussion ändert mich sehr und die Diskussionen über den Staatsfonds in der dritten Säule... Da ging es auch immer nur um die Kosten für das Asset Management, aber nicht um die Kosten für das Produkt.

00:08:06: Das Produkt bedeutet es sind individuelle Konten zu führen.

00:08:10: Man braucht einen Vertrieb und man braucht Service.

00:08:12: Man muss sich um all die Dinge kümmern, die in der Laufzeit passieren können wie Kinder, Scheidungen

00:08:17: usw.,

00:08:18: dass ist alles nicht berücksichtigt und es lässt sich mit zehn Basispunkten nicht finanzieren.

00:08:23: Der Bericht spricht ja auch noch gegebenenfalls von einer Berücksichtigung von Elementen wie Erwerbsminderung oder in diverser Formen sozialen Ausgleichs usw.

00:08:33: Also, wie genau das alles mitteinspielt ist noch nicht klar.

00:08:35: aber die Tatsache dass wir darüber diskutieren zeigt schon mal, dass es sehr viel komplexe ist.

00:08:39: ob es überhaupt machbar ist?

00:08:41: Das weiß ich nicht!

00:08:42: Aber je konkreter der Vorschlag wird desto stärker wird sich das auch zeigen.

00:08:47: Wir müssen auch darüber reden wer die Konten verwaltet, wer sie einrichtet.

00:08:51: Sie waren ja auch in Schweden, da ist es an sich ein bisschen ähnlich.

00:08:55: Eine Institution ist auch dafür aufgebaut worden.

00:08:57: Es gibt aber auch private Anbieter im Hintergrund die einzelnen Teilen übernehmen.

00:09:02: Das wird wahrscheinlich in Deutschland nicht anders werden wenn man wirklich ernsthaft da in die Umsetzung geht.

00:09:06: Wir sind natürlich noch malenweit entfernt von einem Gesetzentwurf.

00:09:10: das ist nicht mehr worüber wir im Moment sprechen als der Bericht einer Kommission.

00:09:18: Die eigentlichen politischen Diskussionen beginnen erst jetzt und noch viel später werden beginnen die Arbeiten an einem Gesetzentwurf.

00:09:27: Wir sind also jetzt in einem allerallerersten Stadium, aber ich muss schon sagen es ist schon sehr begrüßenswert das nun endlich dieses schwedische Modell auch in Deutschland einzughalten soll und die Kapitaldeckung sogar in der ersten Säule stattfinden sollen.

00:09:43: Es ist natürlich für Deutschland schon ein weiterer Meilenstein nachdem wir jetzt in der dritten Säuble die Garantie und Verwendungspflichten abgeschafft haben.

00:09:52: Ist das natürlich jetzt der nächste große Schritt in der ersten Säule auch auf den Kapitalmarkt zu vertrauen?

00:09:58: Die CDU hat solche Pläne abgelehnt, die SPD war viel zurückhaltender Und jetzt haben beide Koalitionspartner sich dafür ausgesprochen und haben hier Einigung gefunden.

00:10:08: ist Teile ihre Einschätzung voll und ganz.

00:10:10: Das ist eine äußerst positive Entwicklung und ich glaube selbst wenn es nicht sofort zu meinem Gesetzentwurf kommt Wird es eine zukunftsfähigende Diskussion sein?

00:10:21: Und je breiter die politische Unterstützung, desto besser...

00:10:24: Egal was jetzt alles noch passiert.

00:10:26: Ich denke dieser Bericht bricht mit einem Tabu und das Tabu lautet, mit der Rente darf nicht gezockt werden.

00:10:36: Man merkt ja auch an der Zustimmung breiter Kleise in Berlin dass dieses Tabur im Schwindenbegriffen ist.

00:10:43: Das Kapitaldeckung grundsätzlich mit Zocken gleichgesetzt wird.

00:10:47: Das ist, glaube ich jetzt auch langsam

00:10:49: vorbei.

00:10:50: Was gibt es zur zweiten Säule in dem Bericht zu finden?

00:10:53: Die Buchschaft für die zweite Säuble finde ich eher nüchtern.

00:10:57: erwartet war an dieser Stelle eine Empfehlung für eine verpflichtende betriebliche Altersversorgung.

00:11:03: An erster Stelle wird empfohlen dass ein Sozialpartner Dialog eingerichtet wird.

00:11:08: das ist glaube ich damit so erklären dass die Sozialpartners Arbeitgeber und Gewerkschaften jetzt im Zuge der Arbeit dieser Kommission, das war ein gutes halbe Jahr.

00:11:18: Nicht zusammenfinden konnten und ich wüsste jetzt ehrlich gesagt nicht warum man erwarten würde dass sie jetzt in einem weiteren Format sich wieder inhaltlich treffen werden.

00:11:29: Nichtdestotrotz die Kommission sagt Sie müssen zusammenkommen und dann konkrete Maßnahmen erarbeiten wie die Verbreitung in der zweiten Säule auch gesteigert werden kann.

00:11:39: hier mit den jubelischen Themen Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen soll erleichtert werden, dann Einführungen von leichteren Möglichkeiten in Geldumwandlungsmodellen einzuführen und auch das Thema betriebliche Altersversorgung für kleine und mittelständische Unternehmen.

00:11:55: Das sind alles Punkte die uns schon seit sehr langer Zeit beschäftigen und jetzt hier einfach mal neu aufgezählt

00:12:00: sind.".

00:12:01: Ich denke zwei Dinge sind bei der betrieblichen Alters- versorgung extrem spannend!

00:12:06: Die erste Frage ist – wo wird das Geld investiert?

00:12:09: Mit anderen Worten kann man auch das Altersvorsorge deponieren oder läuft alles wieder nur auf Versicherungslösungen hinaus.

00:12:16: Und die zweite Frage ist, wird es obligatorisch oder nicht?

00:12:20: Natürlich hat es einen Charme und unsere Mitglieder mögen natürlich das Obligatorium weil sie dann wissen dass der Markt in der betrieblichen Alters Vorsorge wachsen wird und sie ein Stück von diesem Kuchen abbekommen.

00:12:30: Wenn es finanzierbar ist, wenn das wieder paritätisch finanziert werden soll also auch die Arbeitgeber mit zur Kasse gebeten dann werden natürlich die Lonebenkosten in Deutschland irgendwann so hoch sein.

00:12:41: Dass der Arbeitsmarkt in Deutschland Schaden nehmen wird und der Standortschaden nimmt.

00:12:46: also ins Vorfall haben wir hier glaube ich mit massiven Widerstand der Arbeitgebers Seite zu rechnen Und die Finanzierung steht, glaube ich über allem.

00:12:54: Denn insgesamt ist natürlich schon klar eine betriebliche Altersvorsorge, die jeder machen muss – das wäre schon fein und durchaus in unserem Interesse.

00:13:02: Auf die Finanzierungen kommt es tatsächlich an!

00:13:04: Die Arbeitnehmerseite ist aber nicht unbedingt einfacher und da müssen wir auch nochmal das Thema gering verdienen... besprechen, weil sie waren ja auch immer im politischen Fokus gewesen und den Absprachen für die private Altersvorsorge.

00:13:17: Und hier ganz genau so.

00:13:18: also woher soll eigentlich das Geld kommen um einmal einen zusätzlichen Teil in der ersten Säule zu bedienen und dann ein verpflichtenden Teil in einer zweiten Säuble und am gegebenenfalls nochmal Private Alters vorsorgen?

00:13:28: Was die da sagen zu den geringverdienern das erinnert mich wieder an die Fokusgruppe.

00:13:33: dort wurde gefühlt drittel der Zeit nur über gering verdiener gesprochen Und das ist auch wieder jetzt ein Thema und viele Leute sind auch gar nicht spaferig.

00:13:43: Die Frage der Finanzierung hängt, glaube ich über allem was wir da jetzt künftig in der BAV besprechen werden.

00:13:51: Ein wichtiger Aspekt.

00:13:52: aber nichtdestotrotz gibt es Möglichkeiten – und das haben Sie ja auch angesprochen – dass wir arbeitgeberfinanzierte Einzahlungen in das Altersvorsorge-Dipot ermöglichen.

00:14:02: Das ist heute noch nicht vorgesehen, das wäre aber ohne großen Aufwand tatsächlich möglich!

00:14:07: Und daran arbeiten wir jetzt gerade sehr, sehr intensiv.

00:14:10: Wir wollen Vorschläge vorlegen wie man das mit möglichst geringen Aufwand bewerkstelligen kann denn es tatsächlich Arbeitgeber gibt die aus eigenen Stücken hier mehr ihren Mitarbeitern anbieten wollen und für diese Arbeit Geber gerade im Bereich kleiner- und mittelständischer Unternehmen fehlen Lösungen.

00:14:29: Das Altersvorsorge-Dipro würde sich aber sehr gut eignen wenn es auch die Möglichkeit gibt dass der Arbeitgebergirekte einzahlt.

00:14:35: Genau das werden wir auch vorschlagen.

00:14:38: Was Lina ist eigentlich aus der Frühstadrente geworden, diese zehn Euro im Monat?

00:15:02: ein Altersvorsorge, die pro überführt werden kann.

00:15:08: Das sind die Diskussionen bislang gewesen und hier kommt der Berichtekommission und da steht das die Frühstattrente mit der gesetzlichen Kapitalrente zu verzahnen ist.

00:15:19: D.h.,

00:15:20: eine Umleitung von der Denke dritter Säule hin zur Denke erste Säume.

00:15:26: Es bedeutet also man fängt mit sechs an zu sparen und wenn man dann im Arbeitsleben isst, dann geht der Sparprozesse weiter mit der Kapitalrente in der ersten Säule und nicht mit dem Altersvorsorge-Depot in der dritten Säul.

00:15:40: So würde ich es jetzt auch verstehen, wir haben hier ja schon mal darüber gesprochen nämlich dass die Frühstattrente erst einmal als eine Bildungsmaßnahme gedacht war.

00:15:48: dann ist sie in den Koalitionsverhandlungen schon zu einer Altersversorgemaßnahme geworden Mit DD das man möglichst früh anfängt und einen möglichst langen Anlagekorrison hat.

00:15:57: Und dann sollte es, wie gesagt in die private Altersvorsorge überführt werden.

00:16:02: Ein Alters-Vorsorge-Dipo mit der entsprechenden Struktur.

00:16:05: Jetzt über die Auffanglösung.

00:16:07: für all jene, die sich für ihre Kinder nicht entscheiden entsteht ohnehin eine staatliche Auffangelösung.

00:16:14: wird diese Kinderrente ein Teil der gesetzlichen Rentversicherung werden und was bedeutet das für den Entwurf an sich?

00:16:21: Spannend, spannend!

00:16:22: Sie haben ja auch schon die Entstehungsgeschichte ganz gut zusammengefasst.

00:16:26: Den Staatsfonds finden wir jetzt auch wieder im Standardprodukt, sind beim Altersvorsorge-Depot.

00:16:31: Da ist auch der Staatsfond und jetzt finden wir den Staatsfunk auch noch in der ersten Säule des schwedischen Modells.

00:16:37: also überall ist ein Staatsforn zu finden und irgendwo glaube ich wird man schon einen Assetmanager finden wie beispielsweise den Kenfo.

00:16:46: aber ich glaub das Thema Konto!

00:16:48: Wo werden die Konten geführt?

00:16:50: Wo wird die ganze Administration erledigt?

00:16:53: Wo kümmert man sich um die Kunden?

00:16:55: Davon hat man immer noch keine Ahnung in Berlin.

00:16:57: Das sind tatsächlich Fragen, die offen sind.

00:16:59: auch dieses Zusammenspiel zwischen den Säulen also inwiefern das alles jetzt ineinander greifen kann ist auch noch fraglich.

00:17:06: sicherlich eine Kinderrente, die als Teil der gesetzlichen Rentenversicherung gedacht wird kann gemeinsam mit so einer staatlichen Lösung in der ersten Säule verwaltet werden.

00:17:15: soll es aber weiterhin eine alleinstehende Lösung für sich sein und dann auch kompatibel mit der dritten Säulesein sehe ich diese Verzahnung ein bisschen schwierig.

00:17:23: Ich auch Und da müssen wir einfach mal genauer abwarten.

00:17:26: Wie gesagt, auch allein vom Timing muss der Entwurf eigentlich jetzt schon veröffentlicht werden.

00:17:33: Das wären gravierende Eingriffe die notwendig wären um das alles umzusetzen wie im Bericht vorgesehen ist?

00:17:39: Ja!

00:17:39: Die wollten doch in Berlin vor der Sommerpause und die beginnt in einer Woche den Gesetzentwurf zur Frühstadtrente vorlegen

00:17:47: Genau

00:17:48: Jetzt.

00:17:49: Ja, jetzt werden wir es nächste Woche erfahren.

00:17:51: Ich glaube das ist auch die Woche wo unser Podcast auch erscheint.

00:17:55: dann genau jetzt in die Zukunft zu blicken ist eine heikle Angelegenheit.

00:18:00: ich würde aber tatsächlich einer Prognose wagen.

00:18:02: ich würde davon ausgehen dass der Entwurf der Frühstattrente jetzt im Sommer vorgelegt wird damit es auch an den Start gehen kann.

00:18:09: Das ist eine Vorzeigemaßnahme für die Bundesregierung, keine Maßnahme, die sehr positiv bislang kommentiert war und erwartet war.

00:18:16: Ich glaube man muss jetzt damit an den startgehen was man hat Und wie lange wir für die Einrichtung einer Kapitalerente brauchen wissen wir noch nicht.

00:18:23: Wir haben ja vorhin gesagt ob es überhaupt in dieser Legislatur wird müssen wir abwarten.

00:18:27: Irgendwann glaube ich auf jeden Fall schon.

00:18:29: Aber bis dahin zu warten das mit der Frühstattrente zu verzahnen Das glaube ich ist keine gute Idee!

00:18:34: Ich freue mich auch wenn es sehr viel zusätzliche Arbeit einem aufbührt!

00:18:37: Ich freu mich.

00:18:40: Ich bin gespannt, wie Sie das mit Ihrem Staatsfonds alles hinbekommen wollen.

00:18:44: Also das staatliche Standardprodukt in der dritten Säule wird nicht am ersten, erstens, sieben und zwanzig fertig sein.

00:18:52: Niemals!

00:18:53: Das ist vielleicht achtundzwanzig Fertig, aber auch nur vielleicht.

00:18:58: Auch wenn die SPD Druck macht und es unbedingt so früh bemüglich haben will.

00:19:02: Aber ich sehe das ehrlich gesagt nicht kommen.

00:19:04: Jetzt haben Sie dann Ihren Gesetzentwurf zur Frühstaatrente fertig.

00:19:09: Dann muss ja auch wieder die staatliche Auffanglösung heran, brauchen sie wie den Staatsfonds?

00:19:13: Auch mit dem werden sie nicht so schnell fertig sein!

00:19:16: Ich frage mich, wie Sie Ihre staatlichen Fondslagen endlich mal an den Staat bekommen wollen.

00:19:21: Ich fragen wir uns alle ich glaube es lohnt sich nochmal zu konsolidieren und ich freue davon ausgehen dass jetzt all diese Konzepte noch einmal zusammen gelegt werden.

00:19:29: man will auf jeden Fall Doppelstrukturen vermeiden.

00:19:32: da steht auch was darüber im Bericht.

00:19:34: Ich hätte dann eine Idee.

00:19:36: Also der Staatsfonds in der dritten Säule, also das staatliche Standardprodukt stößt ja auf breite Ablehnung.

00:19:43: In der Wirtschaft habe ich noch niemanden gefunden, der es gut findet.

00:19:46: Natürlich finden es CDU und die SPD-Gut und natürlich großer Applaus von den Verbraucherschützern, die immer darauf gedrängt haben dass dieses staatliche standardprodukt kommt aber ansonsten ganz überwiegend Ablehnung dieses Modells.

00:20:00: und ich glaube da haben sie sich auch so ein bisschen verrannt.

00:20:02: jetzt Wäre es nicht ein Gesichtswander-Exit jetzt zu sagen, lass uns doch mit dem Staatsfeind der ersten Säule anfangen wo er auch systematisch und ordnungspolitisch hingehört.

00:20:15: Und lasst uns darauf konzentrieren weil da viel größeres System wechseln.

00:20:20: die eigentliche Reform ist ja die Einführung von Kapitaldeckungs Elementen im Umlageverfahren.

00:20:26: das ist ja der eigentlich große Wurf Den dreifünftigsten Anbieter eines Standardprodukts darzustellen.

00:20:33: als Staat ist auf den Neben-Kindergeburtstag.

00:20:36: Ja, was soll ich sagen eigentlich?

00:20:37: Das war das beste Schlusswort!

00:20:39: Man muss ziemlich offen jetzt dran gehen und alle Vorschläge nebeneinander legen und schauen, was es wirklich am sinnvollsten wohl unter sich die Ressourcen des Staates einzubringen.

00:20:49: Und tatsächlich glaube ich dass da die Musik in der gesetzlichen Rentversicherung spielt.

00:20:53: Ich hoffe, dass hier noch Bewegung möglich ist und dass auch so offen in Angriff genommen wird.

00:20:58: Noch eine Frage, Lina.

00:21:00: Wir haben natürlich jetzt weil das hier ein Formpodcast ist so ein paar ganz wesentliche Elemente aus dem Bericht beiseite gelassen wie zum Beispiel die Abschaffung der Rente mit drei und sechzig was vermute ich mal für die SPD eine große Überwindung darstellen muss.

00:21:18: wir sehen dass die CSU offensichtlich erfolgreich ihre Mütterrente verteidigen konnte.

00:21:26: Wir haben den Punkt des höheren Renteneintrittsalters in diesem Bericht.

00:21:31: Das sind natürlich politisch hochsensible Themen, die Frage ist wie ist jetzt die politische Gemengelage?

00:21:38: Worüber diskutieren die Parteien im Moment am intensivsten und wo rechnen wir mit Widerstand?

00:21:45: was wird strittig werden?

00:21:47: und gehen dann vielleicht die Punkte die wir gerade gesprochen haben relativ glatt durch?

00:21:52: An sich ist es sehr auffällig, wie positiv die Bundesregierung den Bericht begleitet.

00:21:57: Die große Kritik ist ausgeblieben.

00:21:59: Einzelne Stimmen melden sich und wir sie sagen, die eigentliche politische Diskussion fängt jetzt schon an weil hier eben nur ein Bericht noch keine gesetzlichen Würfe.

00:22:07: man muss auch die parlamentarischen Diskussionen abwarten auch wenn Parlamentarier in diese Kommission eingegangen sind.

00:22:13: Es wird ja immer betont dass ein Gesamtkunstwerk einen Begriff den Bärbel Bass geprägt hat.

00:22:17: aber meine Erfahrung zeigt Ein Gesamtkunstwerk wird es nicht bleiben.

00:22:21: Es wird, glaube ich, ein Baukasten sein.

00:22:24: Egal wie stark betont wird alle Empfehlungen werden gemeinsam umgesetzt so zeigt die Erfahrung.

00:22:30: einige werden doch auf der Strecke bleiben.

00:22:32: also eine Kapitalrente wird mit einer Palette an weiteren Maßnahmen eingearbeitet werden müssen und ob sich hier tatsächlich genug politischer Wille bilden werden wir noch sehen.

00:22:44: Mini-Job selbstständigen an das ganz heiße Eisen.

00:22:49: Wenn wir in der Vergangenheit diese Themen isoliert besprochen haben, dann wurde die Diskussion sofort hitzig.

00:22:56: Insbesondere bei der Frage ob Soloselbstständige in den gesetzlichen Rentenversicherungen einzahlen sollten.

00:23:04: Jetzt als Teil eines ganzen Maßnahmenbündels ist es plötzlich gar nicht mehr ausgeschlossen dass es kommt.

00:23:11: Insofern hat die Alterssicherungskommission ihre Pflicht und Schuldigkeit getan.

00:23:18: Sie waren nicht damit beauftragt, einen Gesetzentwurf zu formulieren um die Lösung parat zu haben sondern ihre Aufgabe war es eine politische Diskussion anzustoßen und ein Gesamtpaket von Vorschlägen so unterbreiten zwischen denen man dann politische Abwägungen treffen kann.

00:23:32: Insofern bin ich eigentlich ganz zufrieden mit der Arbeit dieser Kommission.

00:23:38: Eine allerletzte Frage Lina weil wir ja gerade beim BVI untergehen in Arbeit zu zwei Verordnungen, die das Altersvorsorge-Depot betreffen.

00:23:49: Da geht es um die Frage der Kosten und des Produktinformationsplatzes.

00:23:53: Wie weit sind wir denn da?

00:23:55: Wir sind recht weit gekommen aber leider immer noch nicht am Ziel.

00:23:59: Es geht vor allem darum dass wir die Ermittlungsverfahren festlegen sollen nach denen gerechnet wird.

00:24:05: Das ist sehr technisch und trocken Und vielleicht für den manchein langweilig Aber für uns gerade tatsächlich ein großer Teil unserer Arbeit.

00:24:14: Wir haben konkrete Vorschläge für das BMF erarbeitet, wie wir ein Gesamtrisikoindikator Performance-Szenarien und auch Effektivkosten berechnen können.

00:24:23: Wir warten nun darauf, dass unsere Vorschlage in einer Verordnung ihren Weg finden.

00:24:29: aber ich bin zuversichtlich, dass wir es zeitnah schaffen auch so eine praktikabende Lösung zu finden.

00:24:36: Ich habe mir auch sehr große Unterstützung von unseren Mitgliedern bekommen.

00:24:38: an dieser Stelle ganz lieben Dank dafür!

00:24:41: Wie brauchen wir ja?

00:24:42: Gut, dann danke ich Ihnen, Lina.

00:24:45: Und natürlich auch Ihnen liebe Zuhörer für Ihre Aufmerksamkeit!

00:24:49: Wir hören uns bald wieder und bis dann!

00:24:53: Bis dann, danke auch von mir!